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Dieser Mann ist noch zu haben - Probenähen Herr Toni für schnittreif und fritzi

raxn: Dieser Mann ist noch zu haben - Probenähen Herr Toni für schnittreif und fritzi

Dienstag, 9. Dezember 2014

Dieser Mann ist noch zu haben - Probenähen Herr Toni für schnittreif und fritzi

Dieser Mann ist noch zu haben!

Fürs Spaß machen, Lachen und neuerdings auch zum Modeln.

Alles andere nicht!
Haha!

Heute startet im raxn-Blog die Modelkarriere dieses Mannes…

Denn ich habe den 39jährigen gutaussehenden durchtrainierten Typ quasi entdeckt...




... und das schon vor 13 Jahren!

Die schlechte Nachricht:
dieser Mann ist bereits verheiratet und hat vier Kinder!

Die gute Nachricht:
mit mir!
:-)

Bla…bla…bla…


Ihr Lieben,
mit diesen Worten wollte ich meinen neuen Blogpost starten…
einen "allgemeinen" Blogpost übers Probenähen halt... wie es mir beim Nähen erging etc. ...
...doch stattdessen ist es ein Post mit vielen Emotionen, Tränen, Glücksgefühlen und vor allem viel Offenheit und Seelenleben geworden…
...dem wahren Leben...






So hatte ich das nicht geplant, doch so überkam es mich… weil als ich meinen neuen Blogbeitrag schrieb, war der 22. November – ein Schicksalstag… und ich voller Emotionen und so sehr bewegt, denn vor genau 8 Jahren veränderte sich unser Leben innerhalb von Sekunden…




Ich warne dich – wenn du jetzt weiterliest dann wird es sehr hart werden…
Ich muss dir das deswegen vorher sagen!

Denn das ist vermutlich nicht jedermanns und -frau Sache...

so eine Art von Blogpost...




Wenn du schon meinen Nannerl-Post kennst, dann weißt du wie offen und ehrlich ich schreiben kann und wie ich in bestimmten Situationen mein Herz so dermaßen öffne wie es so manche auf dieser Welt vielleicht nie tun würden… aus Angst zuviel von sich preiszugeben… zuviel von sich zu zeigen… von seinem Privatleben… von seinem inneren Ich…

Doch was kann mir passieren? Nichts!




Denn ich hab nur dieses eine Leben und ich werde mich nicht eingrenzen und nur die schönen und jauchzenden Momente zeigen… nein, denn so ist das Leben nun mal nicht!!! Nein überhaupt nicht!!! Ich will mich zeigen so wie ich bin – so wie mein Leben ist - wie unser Leben ist – ja und es ist oft ein absolutes Glück und voller Freude!




So viele haben schon meine Blogbeiträge mit lieben Worten kommentiert, wie dass ich Lebensfreude pur ausstrahle etc. … ich danke euch dafür!
Ja ich zeige meine Freude, ich zeige mein Inneres… aber ich hab auch viele Tränen in mir… und jede Menge traurige Momente und Erfahrungen…




So und was hat das heute mit den Bildern meines Mannes zu tun? Hier geht es doch eigentlich um das Probenähen für Schnittreif und Fritzi und dem neuen Hoodie namens Herr Toni.





Ja um diesen geht es… und er ist auch phantastisch...
...und eigentlich wollte ich euch die Geschichte erzählen von meinem Mann, wie er immer dagegen war dass ich ihm etwas nähe (aus Sorge es sähe doof aus) und wie er sich dann dank dem Probenähen für Schnittreif/Fritzi überzeugen ließ dass ich ihm etwas nähe (unter der Voraussetzung dass er vorher ein Bild vom Schnitt sieht um zu sagen ob ja oder nein und dass er den Stoff selbst aussucht)… aber was ist das hier heute geworden:

Es wird ein völlig anderer Beitrag.
Den ich schon vor über zwei Wochen schrieb.




Normalerweise verfasse ich meine Blogposts nicht schon vorher. Manchmal lade ich zwar bereits meine Bilder für einen Blogpost hoch (vor allem dann wenn ich noch volles Internet habe und es nicht schon wieder in der Leistung runterreduziert ist). Aber meine Texte schreibe ich in der Regel alle im Moment. Wirklich dann, wenn ich den Blogpost auch online stelle.
Denn ich schreibe aus meiner aktuellen Situation – und auch Stimmung – und so wird er dann…

Doch heute ist der 22. November… und alles ist anders…
Ich weiß in Wirklichkeit ist heute Dienstag, der 9. Dezember, aber ich hab diesen Blogpost am Samstag, den 22. geschrieben und stellt euch jetzt einfach vor…




--------- so jetzt musste ich an dieser Stelle unterbrechen denn mein einjähriger Sohnemann weinte und wollte nicht mehr schlafen ---- es ist 22.20 Uhr Freitag Abend… jetzt liegt er in der Hängeschaukel und schaukelt neben mir im Nähzimmer – wach – aber ruhig – ein Genießer halt – er liegt da seelenruhig und schaut nach oben – der Ofen neben ihm lodert und er blickt ins flackernde Feuer… eigentlich müsste ich mich jetzt mit ihm ins Bett legen (momentan wacht er jede Nacht auf und dann legen wir ihn zu uns in die Mitte, wo er dann weiterschläft)  – schließlich möchte ich seinen Rhythmus nicht durcheinander bringen – aber nein, ich werde das diese Nacht nicht tun, sondern ich schreibe jetzt weiter… und gehe nachher ins Bett (mein Mann ist heute nicht da, sonst hätte ich ihn zu ihm gelegt)… tja, manchmal muss man eben das tun, was in diesem Moment gerade am Wichtigsten ist … und die Erziehungsfehler im nachhinein ausbügeln oder ist das überhaupt ein Fehler???
Aber das ist alles ein anderes Thema. ------------


Jetzt zurück zum 22. November… 2006… vor 8 Jahren… unglaublich dass all dies schon so lange her ist… 8 Jahre – und jetzt haben wir 4 Kinder – das ist so ein Wunder… und das hätte vor 8 Jahren niemand für möglich gehalten…




Ich ging immer vom Guten aus – nur so kann man all das durchstehen – aber dass es so gut wird – damit war nicht zu rechnen.

Der 22. November – ein Schicksalstag – ein Tag, der alles – wirklich alles – veränderte…

Der Tag, an dem uns gesagt wurde dass mein Mann Krebs hat.

Krebs.

KREBS.

KREBS!!!!

krebs…

Und auch das Kleinschreiben macht es nicht kleiner… nein…

Es ist groß – so GROß!!!!




So schwer – so hart – so schmerzend – so Angst machend – so schwer mit Worten beschreiblich – so… so… so… so dass du nicht weißt wie alles weitergehen wird…

Denn du liebst diesen einen Mann – über alles – 31 Jahre jung – gut aussehend – durchtrainiert – immer fit und am Arbeiten – immer ein liebevoller Mensch – immer auf andere achtend – immer höflich und freundlich – immer ja zum Leben sagend…




Und jetzt hat dieser Mann in deinem Leben KREBS – ja KREBS…

KREBS, die Krankheit, an der dein geliebter Papa vor genau 5 Monaten starb. Ja vor 5 Monaten im Juni warst du auf seiner Beerdingung. Als er innerhalb von 5 Wochen immer weniger wurde…




Meine Tränen laufen gerade… und das ist gut so… denn manchmal muss das einfach sein…

Ich bin ein absolutes Papakind – schon immer – ich war oder bin die Jüngste von 4 Kindern. Ich habe drei Geschwister: einen Bruder (11 Jahre älter als ich), einen Bruder (8 Jahre älter als ich) und eine Schwester (3 Jahre älter als ich). Eine große Familie. 4 Kinder. So wie ich sie jetzt auch habe.

Ich bin die Jüngste – ich bin Susn – ich bin raxn. So der Name, den mir mein Papa gab. „raxn“ hab ich ihm zu verdanken. Denn so nannte er mich - ein Kosename - seine eigene Wortneuschöpfung. „raxn“, was so viel bedeutet wie meine geliebte kleine freche süße Maus…




Ich hab meinen Papa geliebt und er ist mir neben meinem Mann der wichtigste Mann in meinem Leben. Danach kommt mein ganz großer Bruder, dem ich schon immer gefühlsmäßig so sehr verbunden bin, weil wir uns einfach so ähnlich sind und dann kommt mein zweiter Bruder, den ich so sehr achte und schätze und lieb habe. (Seit 1,5 Jahren gibt es natürlich auch noch meinen Sohne-MANN, aber ich hab jetzt hier im Text die "erwachsenen" Männer in meinem Leben gemeint). ;-)




Ja, wenn mein Papa gewusst hätte, dass der Mann bzw. damals noch fester Freund seiner kleinen Susn alias raxn ebenfalls Krebs hat, puh… was hätte er dann wohl gesagt…

Ich weiß noch seine Worte am Krankenbett: „Weißt du Susn, ich hab gelebt. Ich hab mein Leben gelebt. Ich bin 70 Jahre geworden. Doch die Bekannte deines Bruders, von der er letztens erzählte, hat einen Gehirntumor und ist an die 30 Jahre erst und hat zwei Kinder – das ist schlimm! Nicht das bei mir – dass ich mit 70 krank bin… denn ich habe gelebt.“




Puh, oh ja das waren seine Worte, als er schon eine Weile im Krankenhaus war – und er hatte so Recht…

So weise…

Denn so ist nun mal das Leben…

Irgendwann muss man sterben… und wie schön wenn man 70 Jahre leben durfte – und glücklich leben durfte.

Ich hab 25 Jahre mit meinem Papa zusammen verbracht und dafür bin ich so sehr dankbar!!!

Auch wenn sein Tod für mich zu früh war - denn ich war noch so jung - so hatte ich doch ganze 25 Jahre! Und das ist eine Menge!




Ja was hätte mein Papa gefühlt wenn er gewusst hätte dass sein Fast-Schwiegersohn bereits auch schon Krebs hatte, doch niemand wusste es… mit damals 31 Jahren…

Manchmal denk ich mir es ist gut so dass Papa das gar nicht im hiesigen Lieben mitbekam sondern nur später vom Himmel aus… denn wie hätte er das verkraften können?

Dass seine kleine Susn einen Mann liebt, der so krank ist… wo Freude und Angst so nah beieinander liegen… denn er könnte sterben…




Follikuläres Non-Hodgkin-Lymphom / Stadium 4 / nicht heilbar. So lautete die Diagnose bei meinem Freund, jetzt Mann. Lymphsystem, Milz, Knochenmark betroffen.

Lymphdrüsenkrebs - aber nicht die gut heilbare für so junge Leute typische Form, sondern eine ganz spezielle, die nach heutigem wissenschaftlichen Erkenntnisstand nicht heilbar sei, weil chronisch. Also immer wiederkehrend… eine Form, die eher bei älteren Leuten vorkomme. Ein Krebs, den man erst behandle wenn man Symptome habe, so dass man dann einige Jahre Ruhe habe und dann wenn er wieder kommen sollte, erneut behandele wenn Symptome da wären und so weiter und so fort und dann sterbe man ja sowieso weil man schon so alt sei…

Doch was tun wenn ein junger Mensch mit 31 bereits diesen Krebs hat? Das war zu dem Zeitpunkt alles noch sehr unerforscht und selten. Die Entscheidung war dann gleich zu behandeln, nämlich sofort.




Wir waren zu dem Zeitpunkt 5 Jahre zusammen. Lebten fest miteinander. In einem Haus. Das Heim, das mein Mann selbst gebaut hatte – mit all seinem Körpereinsatz… all seiner Energie…

Und immer wieder muss ich an seine Worte denken, als Markus sagte: „Susn, das kann doch nicht sein! Jetzt hab ich so lange an diesem Haus gebaut. So lange… und jetzt da es endlich fertig ist, hab ich Krebs…“

Puh – ja so war es…




Mein Mann hatte schon im jungen Alter von 19 Jahren begonnen ein Haus zu bauen. Völlig untypisch… und für mich, als wir uns kennen lernten (er war da 26 und ich 21 Jahre), auch nicht unbedingt super. Ganz im Gegenteil, ich fand die Tatsache dass er ein Haus hat (auf dem Land in einem Dorf) eher als beklemmend. Denn damals war ich noch so völlig auf „Freiheit“ und „die Welt erkunden“ eingestellt… mit 21 jungen Jahren – da will man sich noch nicht so festlegen… und gleich in ein Haus zusammenziehen, das der Mann schon seit 7 Jahren gebaut und gewerkelt hat – all seine Energie investierte – all sein Geld – all seine Zeit – immer dann wenn es möglich war. Neben der Ausbildung zum Schreiner, in der Zivizeit und dann in der Ausbildung zum Erzieher – sowie später mitten im Berufsleben stehend in einem Heim für verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche…

Ja, dort hatten wir uns kennen gelernt. In einer heilpädagogischen Einrichtung. Als ich mein Berufspraktikum als Abschluss zur fünfjährigen Ausbildung zur Erzieherin absolvierte. Wir lernten uns kennen und lieben… und alles ging sehr schnell… wir waren fast täglich in meiner 30qm-Wohnung zusammen. Und als der Moment kam, in dem die Entscheidung anstand ob wir zusammenziehen und wenn ja, wohin, entschieden wir uns nach einigem Hin und Her für den gemeinsamen Start in Markus Haus - und das war gut so.

Als ich meinen Mann kennenlernte war das Haus fast fertig. Der Boden bereits verlegt, das Badezimmer und die Toilette gefliest und der Ofen gemauert. Der Rest war leer. Und so richteten wir das Haus gemeinsam ein. Es wurde somit zumindest in den Endzügen ein „gemeinsames Werk und Heim“.

Ich muss dazu sagen dass mein Mann das Haus nicht mit einer anderen Frau zuvor baute. Denn das wäre schon schwieriger gewesen. Er hatte zwar vor mir lange eine Freundin, aber es war mehr sein Werk, da er es auch schon vor deren Beziehung begann und irgendwie hat er es weiterhin dann selbst eher gemacht. Ja und die paar Änderungen, die sie wollte (z.B. kein offener Wohnbereich), die hat er, als zwischen ihnen Schluss war, wieder umgeplant. Wir haben also heute einen offenen Wohnbereich ;-) und zwei Türen, die direkt nebeneinander in einunddenselben Raum führen, denn da hatte er die Trennmauer  zwischen Küche und Ess- und Wohnzimmer eingeplant, die seine damalige Freundin wollte.




Eine Trennmauer…

Etwas, dass es in meinem Leben nicht mehr gibt… denn ich will nichts verbergen… ich will nichts vom wirklichen Leben abtrennen… ich will hier und heute ICH sein und mich nicht (mehr) verstecken…

Und so zeige ich euch heute einen so großen Teil meines inneren Lebens…

Meine Angst, meine Verletzlichkeit, meine traurigsten Momente meines bisherigen Daseins…

2006 – ein Schicksalsjahr – so viel passiert…

8 Jahre ist es nun her…




8 Jahre, in denen so viel geschehen ist…

Und ich weiß es noch wie heute, der Moment am 24. November – 2 Tage nach der Krebsdiagnose, als ich mit meinem Mann auf dem Sofa saß. Das Sofa, das heute dermaßen verdreckt und verschlissen ist von jeder Menge Familienleben.

Ja, damals, da legten wir noch einen Ikea-Überwurf über unser beigefarbenes Microfasersofa, schließlich sollte es schön hell und „weiß“ bleiben.

Heute brauchen wir keinen Überwurf mehr… nein, denn heute darf es dreckig werden – heute darf gelebt werden – denn man lebt nur einmal… und was bringt da schon ein Überwurf, der das wahre Leben abfangen soll… nichts…

Heute ist unser Sofa voller Flecken und dreckig – unser Herz dafür umso reiner.

Denn wir leben – wir leben – wir leben…

Mein Mann LEBT!!!

Trotz einer so miesen Diagnose… trotz quasi zum Sterben verurteilt… lebt er heute und WIE!!!! Und es geht ihm bestens.

Doch ich wollte euch von diesem Moment auf unserem Sofa erzählen – zwei Tage nach der Krebsdiagnose meines Mannes – da war er…

Der Augenblick.




DER AUGENBLICK.

Dieser Moment, in dem ich es tat!!!

Genau das, was ich vorher so was von grottenschlecht und mies empfand wenn das jemand machte… Wenn Männer dies taten…

Nämlich einen Heiratsantrag auf dem Sofa…

Hallo? Wie schlecht ist das denn? Auf dem Sofa??? Oh mannomann geht’s noch einfallsreicher????

Ja, ich hatte Ansprüche. Hohe Ansprüche. Gigantisch hohe Ansprüche.

An einen tollen Heiratsantrag. An etwas ganz Besonders. Etwas mega Kreatives. Schließlich sind mein Mann und ich beide zwei besonders kreative Köpfe. Dass mein Mann sich etwas Außergewöhnliches ausdenkt, wenn er mich frägt...

Ich hatte Erwartungen – sehr große.

Und das ist nie gut im Leben!

Wenn du zuviel erwartest und zuviel willst! Wenn du versuchst deinem Partner hintenrum zu zeigen dass er etwas ganz Besonderes tun und leisten muss… ein einmaliger Heiratsantrag…
Doch damit setzt du deinen Partner nur unter Druck…

Heute weiß ich es besser.
Heute hab ich dazugelernt.
Heute hab ich gelebt.

Und erfahren, was wirklich wichtig im Leben ist…

Nein, nicht der außergewöhnliche noch nie so von irgendjemand da gewesene Heiratsantrag.

Sondern wichtig ist der Alltag. Das stinknormale Leben. Das, was man von früh bis spät erlebt. Denn damit verbringen wir doch den meisten Teil des Tages. Mit dem wirklichen Leben.
Und das ist wichtig!!! Dass du dich im wirklichen Leben liebst – und nicht nur dann in außergewöhnlichen Momenten und wenn der Partner etwas leistet, das so toll ist, dass ein jeder davon erzählt.
Nein, von einem Heiratsantrag am Sofa erzählt keiner. Völlig unspektakulär und nichts Besonderes. Ganz im Gegenteil. Sowas von einfallslos…

Doch heute weiß ich es besser.
Heute hab ich dazugelernt.
Heute hab ich gelebt.

Und erfahren, was wirklich wichtig im Leben ist...





Der Alltag – ist das, worum es geht – sich im Alltag lieben und verstehen – und nicht nur im Südseeurlaub auf Bali (den wir übrigens nie hatten, denn bis weiter über Europa haben wir es noch nicht geschafft…). Sich im täglichen Miteinander verstehen, auf das kommt es an. Bei den kleinen Problemen von Wäsche waschen, Zahnpasta im Waschbecken bis Frühstückstisch aufräumen…

Ja und so saßen wir zwei Tage nach der Krebsdiagnose auf dem Sofa.

Mit Überwurf darüber, sollten ja keine Flecken auf das Sofa kommen.

Und da fragte ich ihn – meinen Mann, damals Freund.
Ob er mich heiraten möchte…

Ganz spontan, weil es mir in den Sinn kam… gerade jetzt zu heiraten. Denn wir lebten schließlich schon 5 Jahre wie ein Ehepaar fest zusammen…

Und ich fühlte in diesem einen Moment so sehr wie noch nie zuvor dass ich diesen Mann will.
DIESEN EINEN MANN!!!

Egal ob er krank oder gesund ist. Natürlich wäre er mir gesund lieber gewesen. Doch ich wollte ihn so wie er ist.




Das war der intensivste Moment für mich bisher in unserer Beziehung (von den Geburten unserer vier Kinder abgesehen). Und nie zuvor war ich mir so sicher diesen Mann für immer an meiner Seite haben zu wollen.

Denn natürlich überlegte ich zuvor immer wieder mal ob das wirklich DER Mann fürs Leben ist… - woher soll man das auch wissen und ohjeee es ist aber auch schwer sich da für das ganze komplette Leben festzulegen!!!

Doch in diesem einen Moment als mein Mann todkrank war, da fühlte ich es: ich liebe dich Markus! Ich will dich! Egal was ist, egal was kommt! Denn du bist der Mann meines Lebens!!!

Und so fragte ich ihn  -  ganz spontan – und mitten am Sofa – in genau der Situation, wie ich sie zuvor verachtete (wenn Männer es gerade mal auf die Reihe bekommen noch eine Rose zu organisieren und dann die Frau am Sofa fragen) – ja genauso machte ich es und ich hatte nicht mal eine Rose….

Und ich sag euch was: es hätte nicht besser und romantischer und vor allem intensiver sein können!!!!

Denn es zählte nur der Moment!!! Nur wir zwei!!! Und nicht das tolle Drumherum, der superkreative Antrag, das Flugzeug, das mit segelnden Bannern fragt „Willst du mich heiraten“ oder die Menschenmenge, die einen Flash Mob mit anschließendem Heiratsantrag betreibt“ – nein all das war nicht da – sondern nur wir zwei…

Auf unserem Sofa mir Überwurf… ;-)

Und ich fragte ihn ob er mich heiraten möchte…

Und er war so erstaunt… er war wirklich überrascht… DIESE Frage… von MIR… in diesem so augenscheinlich absolut unpassenden Moment…..

Und so waren seine Worte: „Bist du dir sicher? Willst du nicht erst mal abwarten wie alles ausgeht?“

Puh, diese Worte von ihm, die durchzucken mein Herz heute noch, wenn ich daran denke…

„Willst du nicht erst mal abwarten, wie alles ausgeht?“

Quasi wie alles endet? Ob er stirbt?

Puh, oh nein, das will ich nicht!!!

Und in genau diesem Moment spürte ich so sehr wie noch nie zuvor in meinem Leben – wie tief – ja so tief und innig in meinem Herzen ich meinen Mann liebe.

Wäre Markus nicht so schwer an Krebs erkrankt dann hätte ich diese Gewissheit und Überzeugung der tiefen Liebe wohl nie so stark erlebt… also diese Sicherheit: ja, das ist der Mann für mein Leben – mein Mann und mit ihm möchte ich alt werden.

Ja, ich war überzeugt dass er noch lange leben wird!

Trotz so schlechter Prognosen…

Ich wusste es in mir – dass wir den Weg gemeinsam gehen – egal wo er uns hinführt. Seine Antwort“ ob ich nicht erst mal abwarten möchte wie es ausgeht…“ waren die härtesten bei all dem, was wir in dieser Zeit erlebten…

Das tat so weh… und dennoch war es so gut… denn erst dadurch wurde unsere Liebe so intensiv wie sie zuvor nicht war… und mit dieser Liebe gingen wir den schweren Weg, der vor uns stand…

Ich bin von Anfang an vom Guten ausgegangen.

Denn nur das hilft…

Und ja – mein Mann sagte „JA“ und er nahm mich – hier und jetzt – haha – also heiratsmäßig gesehen ;-)

Wir schoben den Chemotherapie- und Antikörpertherapiebeginn extra um eine Woche auf um zuvor noch heiraten zu können. Denn mein Mann wollte an der Hochzeit noch einigermaßen „fit“ sein und vor allem noch Haare haben. Wir sagten, dann geht es eigentlich nur wenn wir erst in einem Jahr heiraten, wenn es ihm wieder besser geht oder halt sofort…

Und so wurde es sofort… und die standesamtliche Hochzeit war so völlig anders, als ich sie mir zuvor – als wir noch nichts vom Krebs wussten – erträumt hatte. Nicht bombastisch, nicht pompös, nicht von vorne bis hinten durchgeplant.

Stattdessen spontan, kreativ, mit ganz viel Liebe – und mitten aus dem Moment entstehend…

Vom Gefühl her ein bisschen so wie zwei 17jährige durchgeknallte Teenies die sich entscheiden jetzt schon ganz unvernünftig trotz allem zu heiraten. Ganz spontan weil ihnen danach ist…

Wir taten genau das Richtige!!!
Wir lenkten uns ab – mit Gedanken an das Positive – an eine gemeinsame Zukunft – eine gemeinsame Familie – ein gemeinsames Leben – für immer…

Denn was bringt es, sich depressiv ins Eck zu hocken und zu weinen dass man vielleicht sterben muss…

Nein wir trotztem all dem… das Leben ist ungewiss – du weißt nie was dir noch heute oder morgen widerfahren wird…




Drum lebe jetzt!!!

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So und heute ist der 9. Dezember 2014. An der Stelle oben musste ich das Schreiben abbrechen. Denn mein Sohnemann, den ich in die Hängeschaukel neben mich gelegt hatte, war überhaupt nicht der Meinung dort schön brav weiterzuschlafen. Eine Zeit lang lag er ruhig da und schaute das Flackern im Schwedenofen an, doch dann stieg er aus und lief umher und wühlte in meinem Nähgarnfach usw. … so dass ich den PC ausstellte und mit ihm ins Bett ging. Denn mein kleiner Herr ist wichtiger als mein Schreiben, auch wenn ich total im Flow war.


Seitdem hab ich nicht mehr an dem Text oben weitergeschrieben. Das ist nun schon 17 Tage her. Manchmal kann ich kaum glauben wie die Zeit so schnell vergeht. Mir kommt es vor als hätte ich erst vorgestern all das geschrieben… doch mein Alltag ist so voll…


Nun ja jetzt sitze ich hier und schreibe weiter. Am Dienstag, den 9. Dezember morgens um 8:45 Uhr. Mein Mann hat heute Vormittag frei und arbeitet von 12-20 Uhr und so nehme ich mir jetzt eine Auszeit. Auch wenn eigentlich Mutter-Kind-Spielgruppe wäre… doch darauf habe ich heute überhaupt keine Lust… nächste Woche dann wieder…

In der Zwischenzeit hat sich schon wieder soviel ereignet… weitere uns wichtige emotionale Tage…

Der 3. Dezember – unser Jahrestag, denn am 3. Dezember vor 13 Jahren, nämlich 2001 wurden wir ein Paar.

Der 4. Dezember – unser Hochzeitstag, denn am 4. Dezember vor 8 Jahren, nämlich 2006 haben wir standesamtlich geheiratet.

Wie wenn es geplant gewesen wäre. Genau einen Tag nach dem Jahrestag zu heiraten. Doch es war Zufall oder Schicksal oder was auch immer.
13 Jahre sind wir nun ein Paar und seit 8 Jahren verheiratet. Wir haben also auch das verflixte 7. Jahr durchstanden – und sind immer noch zusammen - und immer noch glücklich - trotz all der Höhen und Tiefen - oder gerade deswegen...

In der Nacht vom 22. November wollte ich noch so vieles mehr schreiben, ich war total drin im Texten, so vertieft, ich tauchte in mein Herz ein…

Diese Momente überkommen mich immer wieder. Das kann ich nicht erzwingen, es entsteht spontan und dann tut das Schreiben so sehr gut.




Schon als Kind habe ich alles, das mich belastete und beschäftigte, niedergeschrieben. In Form von Gedichten, Geschichten und Texten. Zeilen, die nie jemand las und zu Gesicht bekam. Teils auch Briefe, die ich aber nie an die betreffenden Personen weitergab.
Alles im Stillen und Geheimen – nur für mich.

Heute ist es anders. Heute schreibe ich auch öffentlich. Zumindest seit es diesen Blog gibt - also seit ein paar Monaten.

Denn was soll mir schon passieren.

Ich verstecke mich nicht mehr. Ich zeige was in mir ist und wie das Leben - das wirkliche, das wahre Leben ist...

Denn heute weiß ich es besser.
Heute hab ich dazugelernt.
Heute hab ich gelebt.

Und erfahren, was wirklich wichtig im Leben ist...




Ich hab nicht nur gelebt. Ich lebe und auch mein Mann und ebenso unsere vier Kinder.
Trotz so schlechter Prognosen geht es meinem Mann sehr gut. Er fühlt sich topfit und wenn man all das nicht weiß, würde man ihm null ansehen und vermuten dass er mal Krebs hatte (die "Blässe" hier auf den Bildern liegt an der Bildbearbeitung und nicht am Model - momentan probiere ich ein bisschen "bildbearbeitungstechnisch" herum...). ;-)

Vier Kinder haben wir innerhalb von 6 Jahren bekommen. Jedes einzelne mit medizinischer Hilfe. Doch das ist wieder ein anderes Thema und über unseren Kinderwunschweg via künstliche Befruchtung hab ich bereits in meinem Nannerl-Post geschrieben. Die Geschichte dazu lass ich hier heute raus. Ich will euch ja nicht zuviel zumuten…

Auch über die Krebserkrankung meines Mannes hatte ich euch im Nannerl-Post erzählt. 

Ich will in meinem Blog auch nicht ständig oder regelmäßig über das Gleiche und über so Heftiges und extrem Emotionales schreiben, aber es ist nun mal ein „Thema“ bzw. eine Lebenssituation, die mich immer wieder beschäftigt und die Teil meines Lebens und meines Fühlens ist…
…denn einmal erlebt, begleitet es dich… in kleinen und großen Momenten und vor allem dann, wenn es an der Zeit ist sich mal wieder bewusst zu machen, was wirklich wichtig im Leben ist.

Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit… der stillen und staden Zeit – wenn man sich im Idealfall wieder besinnt und in sich kehrt…




Ihr Lieben,

ich weiß mein heutiger Post ist extrem. Mir ist auch bewusst dass das Manchen zu viel ist.
Doch alles hier ist freiwillig. Wen es interessiert, der schaut hier rein, und wem diese Art missfällt folgt auch meinem Blog nicht.

Vielleicht ist auch dir so eine Art von Blogpost zuviel - und dennoch hast du bis hierher gelesen. Weshalb? 
Womöglich gibt es doch einen Grund, dass gerade dieser Text momentan für dich und dein Leben wichtig ist... und wenn auch nur, um dir bewusst zu machen, worauf es wirklich im Leben ankommt... und wie schnell alles anders sein kann...

Von heute auf morgen.

Ich weiß ich bin extrem in dem, was ich tue und auch was ich von mir zeige - von meinem Leben, von meinem inneren Fühlen und dem, was mich beschäftigt.

Aber so bin ich nun mal. Ich habe nichts zu verstecken, ich habe nichts zu verlieren wenn ich zeige, was in mir ist.

Denn das Leben ist zu kurz um nur einen Teil von sich intensiv zu leben, wenn auch die anderen Anteile nach außen wollen - und ich möchte schreiben.

Denn heute weiß ich es besser.
Heute hab ich dazugelernt.
Heute hab ich gelebt.




Und erfahren was wirklich wichtig im Leben ist...

(Meinen Mann hab ich diesen Beitrag natürlich vorher lesen lassen, schließlich veröffentliche ich so einen Post, in dem es auch um ihn geht, nur mit seiner Zustimmung).

Ich bin so sehr dankbar über das Glück, das ich (er)leben darf:
Mein Mann und unsere vier Kinder.

Heute vor 8 Jahren hatten wir ein völlig anderes Leben. Wir waren zu zweit und die Zukunft ungewiss.
Heute sind wir zu sechst, haben vier Kinder im Alter von 1-7 Jahren. Es hat sich gelohnt zu kämpfen, zu lieben, zu leben. Egal, was ist und kommen wird.

Ich weiß dass einige in unserem Freundeskreis damals nicht recht nachvollziehen konnten dass wir uns in genau diesem Moment der Krebsdiagnose meines Mannes einige Monate darauf entschieden auch noch die Kinderwunschbehandlung zu starten.  Zu einer Zeit, in der wir doch gar nicht wussten wie alles weitergeht.

Wir hatten erst als ich schwanger war, von unserem zuvor lange unerfüllten Kinderwunsch erzählt, denn ich wollte nicht, dass jemand davon weiß. Erst als ich schwanger war, konnte ich damit offen umgehen und unser Umfeld "einweihen".

Ja, unsere Entscheidung erschien einigen sehr unvernünftig oder auch mutig oder erstaunlich - je nachdem wie man es sieht...
Krebs- und Kinderwunschbehandlung parallel laufen zu lassen… doch mein Mann war fit und lag nicht sterbenskrank herum oder so. Nur in den Tagen nach der Chemo- und Antikörpertherapie ging es ihm schlechter, ansonsten ging es ihm den Umständen entsprechend gut.

Und hätten wir damals den Schritt nicht gewagt, dann gäbe es heute unsere Kinder nicht und wären wir heute nicht so voller Hoffnung und Liebe, wie wir es sind. Wir sind so dankbar – und dass wir vier Kinder dank künstlicher Befruchtung bekamen, was ebenfalls ein Wunder war, ist Zeichen genug, dass es sich gelohnt hat und dass das Glück auf unserer Seite ist.




Wir wurden beschenkt und das vier Mal und das auch nur weil wir es gewagt haben und sagten, dass wir es probieren. Egal was ist, egal was kommt…

Denn du weißt nie was dir passieren und wie dein Leben verlaufen wird.
Schon morgen kann dich ein Auto erfassen und du stirbst hier jetzt und sofort oder ein Herzinfarkt oder was auch immer…
Niemand weiß das.

Umso mehr Kinder ich bekam umso mehr stieg auch meine Angst dass unser Glück wieder durch irgendetwas einbricht. Dass einem Kind etwas passiert, es verletzt wird oder stirbt… dass mein Mann wieder krank wird… oder dass mir selbst etwas geschieht…

Umso mehr Menschen du liebst, umso größer ist die Gefahr dass du in deinem Leben Schmerzen erleidest. Denn wer liebt, kann auch auch leiden...

Doch so ist das Leben… man muss mit allem rechnen und doch lohnt es sich. Denn jeder Tag, in dem ich geliebt habe ist ein wertvoller und für jeden bin ich so sehr dankbar!!!

----------- So und was glaubt ihr wer gerade im Schlafsack auf meinem Schoß sitzt? Um kurz vor 20 Uhr Dienstag Abend als ich mich hier nochmal einlogge um diesen Blogpost zur Abendstunde online zu stellen? Natürlich mein Sohnemann, der mal wieder nicht schlafen will, während seine drei Geschwister schön im Bett liegen... gerade winkt er seinem Papa auf dem Bildschirm zu und grinst dermaßen und freut sich seinen Papa hier zu sehen... :-) :-) :-)
Das wahre Leben halt und das zeigt mir wieder dass unsere Entscheidung - unser Weg - unser Handeln richtig war... -----------





So und jetzt der totale Cut:

Natürlich folgen auch heute trotz allem noch die Infos zum Schnitt!!!

Ganz wichtig für euch zu wissen:

Mein Mann trägt Größe M, manchmal L. Beim Probenähen hab ich Gr. L genäht und den Hoodie an Armen und Saum verlängert, da mein Mann 1,90 m groß ist. Allerdings war der Hoodie dann zu weit. M wäre die richtige Größe gewesen. Ich hab deswegen seitlich jweils 4 cm vom bereits zusammengenähten Hoodie weggenommen (also rechts und links 4 cm). Dadurch sitzt der Hoodie enganliegend.
Markus wollte das so. Inzwischen trägt der raxn-Mann nämlich Slim-Fit und nur noch schmalere Sachen, die seine durch 2x pro Woche durchtrainierte Badmintonfigur zeigen. ;-)

Im Original ist der Hoodie nicht ganz so enganliegend, aber schon schmal geschnitten (siehe Bild unten).
Ich hatte als Stoff den Ganzjahressweat von Swafing verwendet. Das ist Jersey, der innen kuschelig angerauht ist. Also dünner als Sweat, auf den der Schnitt eigentlich ausgelegt ist. Also lasst euch von meinem Designbeispiel nicht täuschen – er fällt normal nicht so stark enganliegend aus.

Die gute Nachricht, über die ich mich besonders freue:
Markus ist von seinem Hoodie total begeistert und ich darf nun öfters für ihn nähen!!! 
Herr Toni hat ihn überzeugt!
Jippieh!!!
:-)



Hier geht’s lang zum Schnitt „Herr Toni“ von schnittreif und fritzi
(klicke auf das Bild):



Ebenfalls erhältlich: 
Toni (Kinderversion) und Frau Toni (Damenversion). 

Achtung: es gibt die ebooks einzeln oder auch als Kombi-ebooks!!!
Sogar eine Familienversion (alle drei ebooks) ist erhältlich!

Zudem könnt ihr sie alternativ als Papier-Schnittmuster kaufen.

Der Link im Bild führt euch zu dawanda. Die ebooks sind ebenfals bei etsy erhältlich.


Ich wünsche euch noch wunderschöne weitere Adventstage!


Eure




____________________________________________

Schnitt: „Herr Toni“ von schnittreif / fritzi
Stoff: Ganzjahressweat Eike von Swafing



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25 Kommentare:

Am/um 9. Dezember 2014 um 20:30 , Anonymous Mäusekinds Welt meinte...

Oft ist nur von der "guten heilen Welt" zu lesen. Ich finde es bemerkenswert wie offen du mit der Situation umgehst, uns teil haben lässt. Ich finde es schlimm, dass man heutzutage immer nur funkionieren muss und keine Schwäche zeigen darf oder kann.
Ich wünsche euch weiterhin ein glückliches Leben so wie ihr euch das vorstellt und ermöglichen könnt.

LG Sandra

 
Am/um 9. Dezember 2014 um 20:34 , Blogger Tanja Maier meinte...

Liebe Susn,
ich will gar nicht viel zu deinem Blogpost schreiben! Du hast alles gesagt! Mein Mann fragt mich gerade, warum ich hier jetzt heule, aber du berührst mich so, so, so sehr! Mit allem was du geschrieben hast! In jedem einzelnen Wort spürt man deine Liebe und das Leben, man lebt richtig mit! Wahnsinn!! Du bist ne wahnsinnig tolle Frau! (Und du hast auch nen wahnsinnig tollen Mann ;) )
Drück dich!
Tanja <3

 
Am/um 9. Dezember 2014 um 20:38 , Blogger Donarl meinte...

Wow......wieder so private Worte von Dir !!! von Euch !!! .....puhhhhh ....wahnsinn wie du darüber schreiben kannst und es öffentlich teilst ...ich weiß nicht ob ich das könnte ....ich bewundere dich dafür Liebe Susn

heute an dem Tag wo dein Post online geht....haben mein Mann und ich unser 8jähriges ♥ .....und mein Mann hat auch sein Haus alleine gebaut und es war grade fast fertig wie wir uns kennengelernt haben ♥ ......zufälle ....

..und jetzt werd ich zu meinem Mann auf den Sessel vor den Kamin gehen...und anstossen ...

Liebe Grüße an Dich Susn ♥

Antonia

 
Am/um 9. Dezember 2014 um 20:39 , Blogger K didit meinte...

danke susn, für deine offenheit und ehrlichkeit. ich dache immer, meine familie wäre von der krankheit ganz weit entfernt, aber im sommer wurden wir eines besseren belehrt. gerade heute habe ich einen kurzen einblick in meine seele offen gelegt und wie es der zufall will, lese ich ein paar stunden später hier deinen post. danke noch einmal, ich drück dich und du hast ja so recht: man lebt nur einmal. leben intensiv, lebe gut.
ich umarme dich, kathrin

 
Am/um 9. Dezember 2014 um 20:54 , Blogger Un(i)bunt by Conny meinte...

Ein sehr fesselnder und bewegender emotionaler Post. Und ich danke dir dafür das du so offen schreibst. Der Beitrag bringt mich sehr zum nachdenken. Ich will mir garnicht vorstellen in was für ein Gefühlschaos man stürzt bei so einer Diagnose. Schön das u dich so geöffnet hast und noch schöner das es euch und deinem Mann gut geht. Ganz liebe Grüße und fühl dich umarmt

 
Am/um 9. Dezember 2014 um 21:03 , Blogger fredi {Seemannsgarn} meinte...

Wahnsinnig beeindruckender Text! Ich kann gar nicht viel dazu sagen, nur, dass ich ich euch sehr bewundere, eure Stärke, euren Mut und euch alles erdenklich Gute wünsche.
Und die Fotos sind toll geworden, ein super Model hast du da zuhause ;)
Liebe Grüße
Fredi

 
Am/um 9. Dezember 2014 um 21:19 , Anonymous Anonym meinte...

Ich liebe deine Bilder von dir und deiner wunderbaren Familie. Man kann die Liebe, die euch umgibt förmlich spüren. Und wie du schon schreibst, je größer die Liebe, desto größer die Angst vor dem Verlust. Ich habe auch einen wundervollen Mann und 3 tolle Kinder und trage diese Angst in mir, dass einem meiner Lieben oder mir etwas zustoßen könnte. Ich genieße jeden Tag, weil ich weiß, wie wertvoll jeder Moment mit meiner Familie ist. Deine Zeilen sind wie immer wundervoll, weil sie ganz ganz viel Liebe ausdrücken. Alles Gute für Euch und mach weiter so. LG Mareike

 
Am/um 9. Dezember 2014 um 21:20 , Blogger Anja meinte...

Oh wow ... Wie viele andere, die das hier lesen, bin ich sprachlos. Dennoch danke ich dir, dass du uns an deinem Leben und deinen Gefühlen teilhaben lässt. Ja, es zeigt mir doch wieder, wie nebensächlich und klein meine Problemchen doch sind. Ich bewundere euch dafür, dass ihr diese schwere Zeit der Krebsdiagnose zu etwas so schönem und besonderen gemacht habt. Eurem gemeinsamen Leben.
Danke, dass du uns teilhaben lässt.
Ich wünsche dir und deinen Lieben eine schöne Zeit und viel Gesundheit

 
Am/um 9. Dezember 2014 um 21:23 , Anonymous Nicol meinte...

Ich wünsche euch von Herzen auch weiterhin alles Gute!
Danke für deine offenen Worte, die wahrlich nicht selbstverständlich hier im Netz sind und doch
macht es dich einfach noch symphatischer. Alles Liebe!

 
Am/um 9. Dezember 2014 um 21:36 , Blogger DreiPunkteWerk meinte...

Ihr seid beide ein Wunder.
Alles Gute für euch,
Kathrin

 
Am/um 9. Dezember 2014 um 21:50 , Blogger SiNiJu Gaby meinte...

DANKE für diesen tollen ergreifenden und zum Taschentuch greifenden Post über Liebe, Angst , Krankheit, Wunder ,Ergriffenheit, intensive Momente und mehr
ich geh nun noch eine Runde "sentimental" heulen und DANKE dir für diesen Post u. auch für die genialen Bilder von deinem Mann in "Toni" den ich bestimmt nun auch mal antesten werd
herzlichst Gaby

 
Am/um 9. Dezember 2014 um 21:51 , Blogger Suedstadtkind meinte...

Du bist gut so wie du bist, Susn! So ehrlich und authentisch!
Alles Liebe für Deine Familie
Ina

 
Am/um 9. Dezember 2014 um 22:02 , Blogger Andrea Couturier meinte...

Wunderbar, dass du so bist wie du bist!

 
Am/um 9. Dezember 2014 um 23:45 , Blogger strandnaht meinte...

<3 <3 <3 Ein schöner emotionaler Post und auch ein toller Schnitt (versuche meinen Mann mal von selbstgenähtem zu überzeugen, müßte die gleiche Größe haben ;-) ) Du hast wirklich einen tollen Blog, machst tolle Fotos und nähst wunderschön, besonders deine Kinderklamöttchen sind immer Zucker! lg Maike <3 <3 <3

 
Am/um 10. Dezember 2014 um 08:17 , Blogger Stylinchen meinte...

Ich habe Tränen in den Augen. Das Ist wahre Liebe. Ich wünsche euch weiterhin ein ganz tolles gemeinsames Leben, liebe grüsse
Mandy

 
Am/um 10. Dezember 2014 um 10:54 , Blogger doros kinderreich meinte...

Hallo Susn,

Ich denke, dass alle Leser Deiner Zeilen sehr berührt sind.
Ja, es ist nicht selbstverständlich, dass alles so "glatt" läuft im Leben. Und es ist so, je mehr man liebt, umso mehr Angst hat man auch, zu verlieren.
Ich bin seit 15 Jahren mir meinem wundervollen Mann verheiratet und wir haben 5 Kinder. ALLE kamen unter schwierigen Umständen zur Welt. Umso dankbarer sind wir, dass alle soweit gesund sind (bis auf "Kleinigkeiten", bei einer Tochter ist noch abzuklären, warum sie immer umkippt und dabei krampft). Vor einigen Jahren gab es bei meinem Mann auch den Verdacht auf Krebs. Das war eine schwere Zeit. Der Verdacht hat sich dann aber nicht bestätigt.
Ich kann es nur nochmal wiederholen, eine Ehefrau und Mutter, die ihren Mann und ihre Kinder wirklich liebt, hat auch immer Angst um ihre Geliebten.
Ich bin davon überzeugt, dass Gott unser Schöpfer ist und dass wir IHM dankbar sein dürfen für alles, was wir haben, auch für unsere Angehörigen. Und das Gute ist, dass, wenn wir Not haben und leiden müssen, ER uns hindurch hilft, wenn wir auf IHN vertrauen!

In diesem Sinne, alles Gute und Gottes Segen für Dich und Deine Familie.

LG, Doro

 
Am/um 10. Dezember 2014 um 12:25 , Blogger Eulenhöhle meinte...

Liebe Susn,

danke für deinen offenen Beitrag. Du hast Recht, wer erzählt heute schon offen von seinen Problemen, ob in Familie, Beruf oder der Gesundheit. Ich ertappe mich auch immer wieder dabei, dass ich Dinge lieber verheimliche, nicht unbedingt aus Angst, was andere von mir denken, eher weil ich mich mit meinen Problemen lieber selber herumschlage und andere nicht belasten will.
Dein Beitrag hat mir wieder mal gezeigt, dass es einem helfen kann, mit seinen Problemen offen und ehrlich umzugehen. Und dass man nur ein Leben hat und um dieses Leben wirklich zu leben eben auch mal Risiken eingehen muss.
Deine Beiträge motivieren mich immer wieder, verschiedene Seiten meines Lebens in die Hand zu nehmen. Dafür vielen Dank!
Und bevor ich es vergesse: Hoodie und Bilder sind einfach toll geworden! Ich bin total begeistert, denn ich bekomme bei uns im Moment einfach keine guten Bilder mehr hin, es ist einfach dauernd düster...
Dir und deiner Familie wünsche ich nun noch eine ruhige Adventszeit, ein wunderschönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr mit viel Glück & Gesundheit!
Liebe Grüße
Anne

 
Am/um 10. Dezember 2014 um 13:46 , Blogger Susanne B. meinte...

Puhha, Gänsehaut und Tränen in den Augen. So viele Liebe spricht aus deinen Zeilen.
Ich wünsche euch alles Glück der Erde und viiiiiel Zuversicht!!!!!

Liebe Grüße
Susanne

P.S. Dein Mann ist aber auch ein ganz Schmucker ... ich würde mich freuen, wenn er bei der "Ja, man kann auch für große Jungs und Männer-Nähen"-Linkparty mitmacht => http://fuersoehneundkerle.blogspot.de/p/eure-werke.html :)

 
Am/um 11. Dezember 2014 um 07:48 , Blogger unverblümt meinte...

Liebe Susn,

schon länger verfolge ich Deinen Blog...finde Deine "Artikel" so toll und die Art, wie Du Fortos machst...und natürlich Deine Nähwerke.
Aber jetzt muss ich kommentieren.
Es ist so wahnsinnig toll wie Du schreibst, welche Energie Du dabei ausstrahlst...oft positive, hier der Glaube ans pure Überleben.
Und sooo wahr, so treffend und eben so ehrlich.
Und ich bin stolz, dass es Menschen mit soviel Mut und Zuversicht gibt.
Danke, dass Du uns nicht nur Nöhwerke zeigst, sondern uns so tiefe Einblicke gibst. Danke, dass Du uns Menschlichkeit zeigst.
Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute.

Liebe Grüße,
Anne

 
Am/um 11. Dezember 2014 um 14:51 , Blogger Pe Ru meinte...

Ich hab alles gelesen und geheult und mich gefreut, darüber dass Ihr Euch "habt", obwohl ich bis vor wenigem Minuten noch nie auf Deinem Blog war.
So kann's gehen mit dem Internet. Es kann sehr berührend sein. Wenn Menschen dies zulassen.
Alles Liebe <3
Von Herzen.

 
Am/um 11. Dezember 2014 um 14:52 , Blogger Pe Ru meinte...

Sorry....

Petra (hat noch gefehlt)

 
Am/um 11. Dezember 2014 um 23:31 , Anonymous Anonym meinte...

Das ist so wunderbar zu lesen. So lebensbejaend und so voller Liebe! Alles Liebe euch beiden und euren vier Schätzen.
Liebe Grüße Sarah

 
Am/um 12. Dezember 2014 um 12:41 , Blogger LieseLotteFriedrich meinte...

uih…eigentlich sollte/wollte ich kochen..und dann bin ich hier hängen geblieben…was für ein intensiver Post!! Ich habe nicht viel Worte..aber danke für das "ins Herz lassen"…danke!! Einfach danke!! Liebe Grüße!!!Tanja

 
Am/um 13. Dezember 2014 um 19:16 , Blogger Melli meinte...

Liebe susn,
Ich finde deine emotionalen blogspot so schlimm! Du wiederholst dich ewig, schweifst ab, schreibst an anderer Stelle weiter, setzt nochmal neu an...

Ich werd manchmal ganz kirre, wenn ich das Les!!
Aber...

..


...


... Ich lese und lese und lese und irgendwas hast du an deiner Art zu schreiben, das einen mitnimmt! Nicht aufhören lässt...
Bewundernswert! Die tollen Bilder dazu Runden das ab und dabei mag ich das gar nicht: Blogposts mit sooo vielen gleichen Bildern ( also ich mach ja auch viele ähnliche aber du weißt sicher was ich mein ;) )

Wie machst du das?? Ich hab keine Ahnung, aber du ziehst mich mit einer Art in deinen Bann, die ich absolut bei keinem anderen so gut finden würde... Gut?? Nee ist das falsche Wort.. So faszinierend!!
Das trifft es eher!

Ich bin ein sehr ehrlicher Mensch und ich denk, Menschen wie du verdienen nur Ehrlichkeit!

Darum mag ich dir sagen:

Danke!
Für den schönen Post!
Fürs naturlichsein!
Fürs teilhabenlassen!

Ganz liebe Grüße
Melli

 
Am/um 15. Dezember 2014 um 08:44 , Anonymous Anonym meinte...

Hallo Susn,
genau davor habe ich Angst. Vor Krebs. Mein Mann und ich hatten beide schon Krebs, früh entdeckt und eigentlich harmlos.
Bei dem wichtigsten Menschen in meinem Leben habe ich es aber anders erlebt, der Tod war die Folge.
Mit nicht mal Mitte 40 ......
Ich finds gut, dass du in der Bloggerwelt über das wahre Leben mit den Schattenseiten sprichst.
Und ich wünsche dir und deiner Familie noch viele glückliche und gesunde Jahre
LG

 

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Leider lässt es mein Familienalltag momentan nicht zu jede Nachricht von euch selbst noch zu kommentieren, auch wenn ich das so gerne tun würde! Ich würde sonst zuviel Zeit im Internet und mit meinem Blog verbringen statt mit meinen Kindern und Familie.
Bei Fragen gebe ich natürlich, so schnell es mir möglich ist, Antwort!

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